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	<title>Geschichte des Frühmittelalters Archive - Franci Logana - Franken an der Lahn</title>
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	<title>Geschichte des Frühmittelalters Archive - Franci Logana - Franken an der Lahn</title>
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		<title>Gewandungsleitfaden V3 ist online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2024 13:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeine Infos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach längerer Zeit haben wir unseren Gewandungsleitfaden aktualisiert. Er wurde inhaltlich überarbeitet und einige Abbildungen durch neuere ersetzt. Am Ende dieser Seite kannst du ihn sowohl online lesen als auch das PDF herunterladen. Die Arbeit an unserem &#8222;Kit-Guide&#8220; war anstrengend, aber wir finden, es hat sich gelohnt. Im Internet haben nichts vergleichbar Umfassendes gefunden (hier&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2024/gewandungsleitfaden-version-3/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Gewandungsleitfaden V3 ist online</span></a></p>
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<p>Nach längerer Zeit haben wir unseren Gewandungsleitfaden aktualisiert. Er wurde inhaltlich überarbeitet und einige Abbildungen durch neuere ersetzt. Am Ende dieser Seite kannst du ihn sowohl online lesen als auch das PDF herunterladen.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p>Die Arbeit an unserem &#8222;Kit-Guide&#8220; war anstrengend, aber wir finden, es hat sich gelohnt. Im Internet haben nichts vergleichbar Umfassendes gefunden (<a href="https://docplayer.org/118613802-Kitguide-funkenburg-531-de-excidio-thuringiae.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> allerdings einen sehr gelungenen und fundierten Guide zur Bewaffnung). Ein herzlicher Dank gilt <a href="https://goldlockes.wordpress.com/">Sofke Müller</a> und <a href="https://www.dragal.de/">Christian Dietz</a> für ihre Unterstützung durch Bilder, Texte und inhaltliche Auseinandersetzung.</p>



<p>Der Versuch einer Zusammenfassung des gesamten Spektrums von Gewandung und Ausrüstung des frühen VII. Jahrhunderts in einem Werk ist ein anspruchsvolles Projekt. Darüber sind wir uns im Klaren. Manches wird gut informierten Lesern auch zu vage oder wenig fundiert sein. Das nehmen wir aber in Kauf, da wir keinen Ersatz für eigene Recherchen, sondern lediglich eine Basis bieten wollen. Und vielleicht entsteht ja gerade beim Lesen der Reiz, sich intensiver mit den Merowingern und Franken sowie anderen germanischen Völkern und Stämmen zu beschäftigen. Geschichte kann tatsächlich spannend sein.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%"><div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="350" height="510" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Fraenkische-Gewandung.webp" alt="Illustration eines Fränkischen Paares für unseren Gewandungsleitfaden" class="wp-image-987" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Fraenkische-Gewandung.webp 350w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Fraenkische-Gewandung-206x300.webp 206w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Tempus vivit!</figcaption></figure>
</div></div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was steht im Gewandungsleitfaden drin?</h2>



<p>Für unsere Gruppe soll der Gewandungsleitfaden in erster Linie als Nachschlagewerk für die Grundlage unserer Darstellung dienen. Die Quellen und Links helfen hoffentlich bei Neuanschaffungen und dem Austausch vorhandener Ausrüstung. Das war auch die ursprüngliche Intension bei der Erstellung.</p>



<p>Inhaltlich bietet der Gewandungsleitfaden einen kurzen Abriss über die Problemstellung bei der historischen Betrachtung der Merowingerzeit und geht auf Name sowie Entstehung des Volks der Franken ein. Weiterhin enthält er eine Zusammenfassung der historischen Ereignisse der mittleren Merowingerzeit von 561 bis 639. Den Schwerpunkt bietet der eigentliche Leitfaden, der sich mit den wesentlichen Gegenständen einer merowingerzeitlichen Darstellung befasst. Den Abschnitt mit den germanischen Vornamen haben wir herausgenommen und stellen ihn im <a href="https://franci-logana.de/downloads/">Downloadbereich</a> gesondert bereit.</p>



<p>Wenn du Anregungen, Ergänzungen oder Kritik hast, dann lass es uns bitte wissen. Auch für Lobhudeleien sind wir empfänglich 😉.</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2024/05/Fraenkische-Darstellung-600-bis-640-Leitfaden-3-02.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Fränkische Darstellung (600 bis 640) - Leitfaden 3-02."></object><a id="wp-block-file--media-852a3b1d-f2fc-4d04-949d-214d48a06352" href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2024/05/Fraenkische-Darstellung-600-bis-640-Leitfaden-3-02.pdf">Fränkische Darstellung (600 bis 640) &#8211; Leitfaden 3-02</a><a href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2024/05/Fraenkische-Darstellung-600-bis-640-Leitfaden-3-02.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-852a3b1d-f2fc-4d04-949d-214d48a06352">Herunterladen</a></div>
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		<title>Die germanischen Namen und ihre Aussprache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2022 13:43:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellung Frühmittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Frühmittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Germanische Namen]]></category>
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		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu einer guten Darstellung gehört auch ein authentischer Name. Sofern du einen Christen darstellst, solltest du (ggf. neben einem traditionellen germanischen Namen) zumindest einen christlichen Taufnamen wählen. Eine beispielhafte Auflistung germanischer Namensbestandteile von weiblichen germanischen Namen haben wir hier für euch als Anregung zusammengestellt. Und hier findest du die männlichen Namen. Durch die Herleitung aus&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2022/die-germanischen-namen/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Die germanischen Namen und ihre Aussprache</span></a></p>
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<p>Zu einer guten Darstellung gehört auch ein authentischer Name. Sofern du einen Christen darstellst, solltest du (ggf. neben einem traditionellen germanischen Namen) zumindest einen christlichen Taufnamen wählen.</p>



<p>Eine beispielhafte Auflistung germanischer Namensbestandteile von weiblichen germanischen Namen haben wir <a href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/11/Weibliche-Vornamen.pdf">hier</a> für euch als Anregung zusammengestellt. Und <a href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/11/Maennliche-Vornamen.pdf">hier</a> findest du die männlichen Namen.</p>



<p>Durch die Herleitung aus dem Germanischen bedingt ist eine Ähnlichkeit mit unseren neuhochdeutschen Wörtern mitunter nicht erkennbar. Daraus ergibt sich aber die reizvolle Möglichkeit, germanische Silben und damit einen einzigartigen Namen zu wählen. Die germanischen Namen waren zumeist zweisilbig (aus zwei Wörtern durch Kürzen der Silben entstehend). Sie mussten nicht zwangsläufig eine schlüssige Gesamtbedeutung haben. Man kann diese zweiteiligen germanischen Namen auch nicht wirklich übersetzen, weil man die Namensglieder beliebig tauschen konnte. So wurden beispielsweise Verwandtschaftsverhältnisse ausgedrückt. Du kannst also aus zwei dir angenehm klingenden (bzw. bedeutsamen) Silben deinen Namen individuell zusammensetzen. Dies ermöglicht weiterhin, dem gewählten Namen eine zutreffende und doch poetische Bedeutung zu geben. Die jeweilige Herkunft und Bedeutung habe ich aus dem Germanischen Wörterbuch erarbeitet, wobei ich fragliche Bedeutungen oder Aussprache mit Heinrich Tischler erörtert habe. Wie du germanische Namen richtig aussprichst, kannst du <a href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/11/Aussprache-der-germanischen-Sprache.pdf">hier</a> nachlesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von uns verwendete germanische Namen</h2>



<p>Auch die meisten Mitglieder unserer Gruppe haben ihre germanischen Vornamen nach dieser Methodik entwickelt. </p>



<p>Einige Namen des merowingischen Herrschergeschlechts dienen lediglich der Vervollständigung. Auch wenn deren Verwendung Eindruck machen wird, war sie für das einfache Volk ausgeschlossen. Vermeide also Namen, die auf der Bedeutung „Herrscher“ oder „König“ basieren, sofern du nicht einen entsprechenden Charakter darstellst.</p>



<p>Insgesamt solltest du dir bewusst sein, dass die germanische Sprache wissenschaftlich rekonstruiert wurde, da es bis auf ganz wenige Ausnahmen keine belegten Dokumentationen gibt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-small-font-size"><a href="https://franci-logana.de/downloads/">Quellen:</a></p>



<p class="has-small-font-size">Gerhard Köbler, Germanisches Wörterbuch, (5. Auflage 2014)</p>



<p class="has-small-font-size"><a href="https://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm">https://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm</a> (abgerufen am 8.6.2022)</p>
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		<title>Mittlere Merowingerzeit &#8211; Geschichtliche Zusammenfassung von 560 bis 639</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2021 16:07:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frühmittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Merowingerzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinhin wird die Merowingerzeit in ältere und jüngere Merowingerzeit unterteilt. Zunehmend wird aber in drei Epochen differenziert: Auf die frühmerowingische von 450/80 bis 560/70 folgt die mittelwerowingische Zeit bis etwa 630/40 und dann die spätmerowingische bis etwa 720. Bereits die letzten Jahre unter der Herrschaft der Merowinger (bis 751) werden nicht mehr zwingend der Merowingerzeit&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/die-mittlere-merowingerzeit/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mittlere Merowingerzeit &#8211; Geschichtliche Zusammenfassung von 560 bis 639</span></a></p>
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]]></description>
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<p>Gemeinhin wird die Merowingerzeit in ältere und jüngere Merowingerzeit unterteilt. Zunehmend wird aber in drei Epochen differenziert: Auf die frühmerowingische von 450/80 bis 560/70 folgt die mittelwerowingische Zeit bis etwa 630/40 und dann die spätmerowingische bis etwa 720. Bereits die letzten Jahre unter der Herrschaft der Merowinger (bis 751) werden nicht mehr zwingend der Merowingerzeit zugeordnet.</p>



<p>Insgesamt darf man diese Zeit vor allem als Zeit der blutigen Fehden unter Brüdern, Onkeln und Cousins bezeichnen, die sich in ihrer Grausamkeit in nichts nachstanden und ähnlich dem ersten König der Merowinger, Chlodwig, mit allen Mitteln nach uneingeschränkter Macht strebten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aufteilung des Reichs nach Chlothars Tod</h2>



<p>Nach dem Tod von <strong>Chlothar I</strong>. (Sohn von <strong>Chlodwig</strong>) im Jahr 561 wurde das Reich unter seinen vier Söhnen <strong>Charibert I.</strong>, <strong>Chilperich I.</strong>, <strong>Sigibert I</strong>. und <strong>Guntram I.</strong> aufgeteilt. Diese Aufteilung unter den Söhnen entstammte der fränkischen Erbtradition. Charibert I. starb bereits 6 Jahre später. Chilperich I. war von Beginn an mit der Aufteilung unzufrieden, jedoch konnte er sein Herrschaftsgebiet infolge des Todes seines Bruders nicht entscheidend vergrößern. Sein Halbbruder Sigibert I. heiratete 566 <strong>Brunichild</strong>, eine Tochter des Westgotenkönigs Athanagild, was ihm hohes Ansehen einbrachte. In der Folge vermählte sich auch Chilperich mit Brunichilds älterer Schwester Gailswintha. 570 ließ er sie jedoch ermorden und heiratete Fredegunde. Diese stammte aus Gailswinthas Gesinde und war bereits zuvor Chilperichs Konkubine. Der Tod von Gailswintha führte zu einer erbitterten Feindschaft zwischen Chilperich und Brunichild.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krieg unter Brüdern in der Merowingerzeit</h2>



<p>Chilperich begann den Krieg gegen Sigibert, konnte jedoch nur vorübergehend Erfolge verzeichnen. Sein Sohn Theudebert fiel bei einer Offensive Sigiberts im Jahr 575 und Chilperich floh nach Tournai im Norden. Da viele seiner Adligen zu Sigibert überliefen, schien Chilperichs Macht bereits gebrochen. In dieser nahezu aussichtslosen Situation trat durch die Ermordung Sigiberts eine überraschende Wende ein. Chilperich eroberte zügig den gesamten, westlichen Teil des Reiches von Sigibert und nahm Brunichild gefangen. Im Osten des Fränkischen Reichs trat <strong>Childebert II</strong>. die Nachfolge seines Vaters als König von Austrasien an. 577 konnte Brunichild allerdings aus der Gefangenschaft fliehen und übernahm erneut eine maßgebliche Rolle am Hof ihres Sohnes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verschwörungen des Adels</h2>



<p>Guntram I. (der vierte der noch lebenden Söhne Chlothars) adoptierte seinen Neffen Childebert zu dessen Schutz und damit sein Reichsteil Burgund nach seinem Tod nicht an Chilperich fallen würde. Gemeinsam wollten beide nun auch gegen Chilperich vorgehen. 581 kam es allerdings zu einem Umsturz am Hofe des erst 11-jährigen Childeberts. Brunichild verlor ihre Machtstellung und die Opposition der austrasischen Großen verbündete sich mit deren Erzfeind Chilperich. Nun wollten diese auch König Guntrams Reich erobern, jedoch folgte das austrasische Heer den Befehlen der neuen Machthaber nicht. Sie sahen darin einen Verrat an ihrem König Childebert und die Umstürzler mussten gar aus Austrasien fliehen. Brunichild konnte ein weiteres Mal an den Hof zurückkehren. 584 wurde schließlich auch Chilperich ermordet. Nachfolger wurde sein erst wenige Monate alter Sohn Chlothar II, zunächst verwaltete jedoch dessen Mutter Fredegunde das kleine Königreich ihres Sohns. König Guntram stellte die beiden großzügig unter seinen Schutz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Vertrag von Andelot</h2>



<p>587 kam es erneut zu einer Verschwörung austrasischer Adeliger, die den inzwischen 17-jährigen Childebert ermorden wollten, um dann dessen Söhne, die noch Kleinkinder waren, formal als Nachfolger einzusetzen und selbst die Macht zu übernehmen. Die Verschwörung wurde jedoch rechtzeitig aufgedeckt und vereitelt.</p>



<p>Aufgrund der erkannten Bedrohung für die Herrschaft der Merowinger insgesamt schlossen Guntram, Childebert und Brunichild am 28. November 587 den Vertrag von Andelot. Nach diesem sollte das jeweilige Königreich bei einem Tod ohne eigene Söhne an den jeweils anderen König fallen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/eb/Droysens-20d.jpg/1280px-Droysens-20d.jpg?1635609909279" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" width="1024" height="887" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Teilungen_des_Frankenreich_587-1024x887.jpg" alt="Die Merowingerzeit - Karte der Aufteilung des Reichs im Vertrag von Andelot von 587" class="wp-image-701" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Teilungen_des_Frankenreich_587-1024x887.jpg 1024w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Teilungen_des_Frankenreich_587-300x260.jpg 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Teilungen_des_Frankenreich_587-768x665.jpg 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Teilungen_des_Frankenreich_587.jpg 1053w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Teilung des Frankenreichs von 587</figcaption></figure>



<p>592 verstarb Guntram und Childebert wurde als sein Erbe tatsächlich König von Austrasien und Burgund.</p>



<p>Vier Jahre später verstarb überraschend jedoch auch er und sein Reich wurde erneut &#8211; diesmal unter seinen beiden Söhnen &#8211; aufgeteilt. Theudebert I. erhielt Austrasien, sein jüngerer Bruder Theoderich II. wurde König von Burgund. Nach Fredegundes Tod 597 bestieg Chlothar im Alter von 13 Jahren den Thron von Neustrien. Die Kämpfe in der Familie aber nahmen kein Ende.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das fränkische Reich der Merowingerzeit zu Beginn des siebten Jahrhunderts</h2>



<p>Im Jahr 600 gelang den Brüdern in der Schlacht von Dormelles ein entscheidender Sieg über ihren Großonkel Chlothar. Als Folge wurde dessen Herrschaftsgebiet auf das Land um Rouen, Beauvais und Amiens dezimiert und es schien nur eine Frage der Zeit, bis man sich seiner endgültig entledigen könnte.</p>



<p>In der folgenden Zeit zerbrach jedoch das Bündnis der beiden Brüder und diese führten nun sogar Krieg untereinander. Chlothar sicherte Theuderich im bevorstehenden Konflikt Neutralität zu. 612 besiegte dieser seinen Bruder Theudebert in zwei Schlachten und ließ ihn und seine Söhne töten. Chlothar verlangte für seine gewahrte Neutralität die ihm zugesagte Belohnung in Form größerer Teile Burgunds. Theoderich hielt sich jedoch nicht an sein Versprechen. Bevor es aber erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam, verstarb Theoderich kurz darauf an der Ruhr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Aufstieg Chlothars zu einem der bedeutendsten Herrscher der Merowingerzeit</h2>



<p>Brunichild hob eiligst ihren Urenkel Sigibert II. auf den Thron, jedoch folgte ihr die austrasische Opposition des Adels nicht länger. Sie, Sigibert II. und zwei seiner Brüder wurden vom Adel Austrasiens kurzerhand an Chlothar ausgeliefert. Einem weiteren Bruder, Childebert, gelang die Flucht. Lediglich sein Patenkind Merowech, den jüngsten der Söhne Theoderichs, verschonte Chlothar. Sigibert und Corbus jedoch wurden &#8211; genau wie ihre Urgroßmutter &#8211; umgebracht.</p>



<p>Über die Hinrichtung Brunichilds ist folgendes überliefert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Brunichild wurde vor Chlothar gebracht, &#8230;da er sie zutiefst hasste &#8230;; er ließ sie drei Tage lang verschiedenen Foltern aussetzen, dann gab er den Befehl, sie zuerst auf ein Kamel zu setzen und im ganzen Heer herumzuführen und sie dann mit dem Haupthaare, einem Fuß und einem Arm an den Schwanz eines über alle Maßen bösartigen Pferdes zu binden; dabei wurde sie dann durch die Hufe und den rasenden Lauf in Stücke gerissen.&#8220;</p>
<cite>Chroniken des Fredegar, IV, 42, S. 201</cite></blockquote>



<p>Chlothar war damit nach seinem Großvater und den folgenden langjährigen Bruderkriegen wieder der erste König über das gesamte Frankenreich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Edictum Chlotharii</h2>



<p>Allerdings machte er im Jahre 614 dem fränkischen Adel, der entscheidend zu seinem Sieg über Brunichild beigetragen hatte, im Edictum Chlotharii wichtige Zugeständnisse. Hierdurch legte er möglicherweise den Grundstein für den späteren Aufstieg der Hausmeier, insbesondere der Pippiniden, aus denen in der Folge die Karolinger hervorgingen. Nach Patrick J. Geary und Sebastian Scholz handelte es sich jedoch vielmehr um eine Bestätigung der traditionellen, lokalen Grundstruktur des Frankenreichs. Chlothars folgende Regierungszeit und die seines um 608 geborenen Sohnes <strong>Dagoberts I</strong>. waren trotz der brutalen Hinrichtung der Königin Brunichild die friedlichste, erfolgreichste und bedeutendste Periode seit der Regierungszeit Chlodwigs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Bon Roi Dagobert&#8220; &#8211; Der gute König Dagobert</h2>



<p>Die Zeit König Dagoberts ist nicht mehr sehr gut dokumentiert und sowohl die Fredegarchronik als auch der liber francorum scheinen in ihrer Darstellungsweise von persönlichen Motiven der Verfasser gefärbt. Gesichert sind folgende Fakten: 623 wurde Dagobert von seinem Vater &#8211; wohl auf Druck der dortigen Oberschicht &#8211; als Unterherrscher in Austrasien eingesetzt. 629 wurde er nach dem Tod seines Vaters alleiniger König der Franken.</p>



<p>Wenngleich er das Reich nach dem Tod seines Vaters erneut vereinen konnte, war er außenpolitisch nur bedingt erfolgreich. Seinen Erfolgen bei der Rückeroberung der Gascogne und der Bretagne steht der Verlust der sächsischen Tribute gegenüber. Sie war die Folge seiner verheerenden Niederlage 631 gegen den fränkischen Kaufmann und Slawenfürsten Samo bei Wogastisburg (?). Auch nutzten die Adligen die neu geschaffenen Strukturen am königlichen Hof geschickt zum Ausbau ihrer eigenen Macht. Dennoch gilt Dagobert allgemein als letzter bedeutender Herrscher der Merowingerzeit und wird in Frankreich noch heute als &#8222;bon roi Dagobert&#8220; (guter König Dagobert) verehrt. Der Grund hierfür könnte in seiner Freigiebigkeit den Armen gegenüber und reichen Schenkungen an die Kirche liegen. Bereits 639, höchstens 31-jährig, verstarb König Dagobert. Mit der erneuten Aufteilung des Reiches unter seinen Söhnen und der immer stärker werdenden Einflussnahme der Hausmeier begann der endgültige Niedergang des merowingischen Königshauses.</p>



<p>Wie in der Merowingerzeit geschrieben wurde, kannst du <a href="https://franci-logana.de/2021/merowingische-minuskel/">hier</a> nachlesen.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quellen: Patrick J. Geary &#8211; Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, Verlag C.H. Beck und Sebastian Scholz &#8211; Die Merowinger, W. Kohlhammer, S. 184 ff.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/die-mittlere-merowingerzeit/">Mittlere Merowingerzeit &#8211; Geschichtliche Zusammenfassung von 560 bis 639</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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		<title>Authentische Darstellung des Frühmittelalters</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2021 09:11:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeine Infos]]></category>
		<category><![CDATA[Authentische Darstellung des Frühmittelalters]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
		<category><![CDATA[Gewandung Frühmittelalter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Authentische Darstellung des Frühmittelalters Die ernsthaften Mittelalterdarsteller diskutieren gerne und heftig über eine authentische Darstellung des Frühmittelalters, wobei &#8222;authentisch&#8220; ohnehin ein wenig hilfreicher Begriff ist. Eine wirklich authentische Darstellung ist mangels ausreichender Belege und der Unterschiede zwischen damaligem und heutigem Wissensstand und Kulturverständnis schlichtweg nicht möglich. Jede Form der Darstellung früherer Zeiten ist somit zwangsläufig&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/authentische-darstellung-des-fruehmittelalters/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Authentische Darstellung des Frühmittelalters</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/authentische-darstellung-des-fruehmittelalters/">Authentische Darstellung des Frühmittelalters</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Authentische Darstellung des Frühmittelalters</h2>



<p>Die ernsthaften Mittelalterdarsteller diskutieren gerne und heftig über eine authentische Darstellung des Frühmittelalters, wobei &#8222;authentisch&#8220; ohnehin ein wenig hilfreicher Begriff ist. Eine wirklich authentische Darstellung ist mangels ausreichender Belege und der Unterschiede zwischen damaligem und heutigem Wissensstand und Kulturverständnis schlichtweg nicht möglich. Jede Form der Darstellung früherer Zeiten ist somit zwangsläufig immer ein stückweit subjektive Interpretation. Trotzdem haben wir uns natürlich den Kopf zerbrochen, wie wir unsere Darstellung definieren. Wir maßen uns keinesfalls an, mit den Ausführungen auf dieser Seite eine allgemeingültige Aussage zu treffen. Andere verfügen über viel mehr Wissen, Fertigkeiten und auch Willen, es möglichst exakt zu machen. Wichtig war für uns aber eine nachvollziehbare Festlegung als Grundlage für die künftige Entwicklung unserer eigenen Darstellung. Zum Thema können wir einen Sonderausdruck der Albert-Ludwig-Universität Freiburg empfehlen. Dieser hat uns bei unserer Findung sehr geholfen. Das Dokument kannst du unten bei den Quellenangaben auch herunterladen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Chronologische Einordnung von Grabfunden</h2>



<p>Bei der chronologischen Einordnung von Grabfunden ist allgemeinhin Vorsicht geboten. Der (durchaus kontrovers diskutierte) Historiker Heiko Steuer führt das in diesem Sonderdruck nachvollziehbar aus. Wir zeigen hier nur eine Grafik, die das verdeutlicht:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="724" height="1024" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Steuer-Heiko-Bemerkungen-zur-Chronologie-der-Merowingerzeit-Grafik-724x1024.png" alt="Grafik aus dem Sonderdruck der Albert-Ludwig-Universität Freiburg über die Einordnung von Grabfunden der Merowingerzeit in chronologische Stufen" class="wp-image-483" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Steuer-Heiko-Bemerkungen-zur-Chronologie-der-Merowingerzeit-Grafik-724x1024.png 724w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Steuer-Heiko-Bemerkungen-zur-Chronologie-der-Merowingerzeit-Grafik-212x300.png 212w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Steuer-Heiko-Bemerkungen-zur-Chronologie-der-Merowingerzeit-Grafik-768x1086.png 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Steuer-Heiko-Bemerkungen-zur-Chronologie-der-Merowingerzeit-Grafik.png 794w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /><figcaption class="wp-element-caption">Umlaufs- und Vergrabungszeiträume von Altertümern</figcaption></figure>
</div>


<p>Ein Gegenstand, der bei Ausgrabungen entdeckt wird, war also bei seinem Erwerb womöglich bereits seit über 50 Jahren gebräuchlich. Nehmen wir mal Kunolf als Sippenältesten mit Mitte 50 und datieren die Darstellungszeit auf 620. Er benutzt nach Steuer also durchaus Gegenstände, die er beispielsweise als 1-jähriges Kind geerbt hat. Sie können also schon erstmals um 520 aufgetaucht sein. Und vielleicht wird er diese nochmals weitergeben…</p>



<p>Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der einen gerade erfundenen Gegenstand erwarb, starb, diesen Gegenstand mit ins Grab bekam und dieses dann auch gefunden wurde? Im Verhältnis zu der tatsächlichen Anzahl an Bestattungen ist die der Funde eher gering. Der genannte Fall wird unserer Meinung nach also nur ganz ausnahmsweise aufgetreten sein.</p>



<p>Unsere Überlegung zielt also grundsätzlich darauf ab, dass nur ein kleiner Bruchteil der – in der von uns dargestellten Zeit – genutzten Gegenstände über Grabfunde dokumentiert werden konnte. Demzufolge interpretieren wir eine tatsächliche Nutzung von Gegenständen vergleichsweise großzügig.</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/img_6140.webp" alt="Die Darstellung zweier fränkischer Frauen in der typischen Kleidung  Anfang des VII. Jh." class="wp-image-876" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/img_6140.webp 640w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/img_6140-300x225.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Authentische Darstellung des Frühmittelalters am Anfang des VII. Jh. (Quelle: Sofka Müller)</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Qualitative Unterschiede bei den Bevölkerungsschichten</h2>



<p>Ein weiterer Umstand erschwert die richtige Einschätzung der Verbreitung von Gegenständen infolge von Grabfunden und eine authentische Darstellung des Frühmittelalters: Insbesondere Gräber des Adels waren reichhaltig geschmückt. Dies erklärt lässt sich aus der besseren finanziellen Situation dieser Schicht durchaus. Steuer erläutert die übliche Sitte, verstorbenen Adeligen besonders alte und wertvolle Gaben mit ins Grab zu geben. Auch gab es beim Adel eigens für die Bestattung angefertigte Gegenstände.</p>



<p>Im Gegensatz dazu waren die Grabbeigaben finanziell weniger gut situierter Familien spärlicher. Besaß diese Bevölkerungsschicht also keine hochwertigeren Gegenstände? Diese Ableitung halten wir für problematisch. Bei den Ausgrabungen in der Wetterau der gesamten Merowingerzeit fand sich zum Beispiel nicht ein einziger Helm. Lässt das wirklich den Schluss zu, dass in einem Gebiet zwischen Gießen und dem nördlichen Frankfurter Raum in einem drei Jahrhunderte andauernden Zeitraum kein einziger Helm genutzt wurde? Wir glauben nein und halten es für wahrscheinlicher, dass ein Helm, wenn denn vorhanden, schlicht zu wertvoll war. Der Rückschluss aus den unterschiedlich wertvollen Grabbeigaben auf den sozialen Status hingegen ist geboten. Je niedriger die soziale Stellung war, je geringer fiel die Begräbniszeremonie samt Grabbeigaben aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entwicklung von Kultur und Mode</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="483" height="861" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Schmitt-Georg-Die-Alamannen-im-Zollernalbkreis-Auszug-2.png" alt="Auszug aus der Dissertationsarbeit von Georg Schmitt von 2005 über die Alamannen im Zollernalbkreis an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz" class="wp-image-491" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Schmitt-Georg-Die-Alamannen-im-Zollernalbkreis-Auszug-2.png 483w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Schmitt-Georg-Die-Alamannen-im-Zollernalbkreis-Auszug-2-168x300.png 168w" sizes="auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schmitt Georg &#8211; Die Alamannen im Zollernalbkreis (Auszug)</figcaption></figure>
</div></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p>Gerade um 600 fand ein Umbruch in der kulturellen und modischen Entwicklung der merowingischen Zeit statt. Diesen hat Georg Schmitt in seiner Dissertationsarbeit über &#8222;die Alamannen im Zollernalbkreis&#8220; von 2005 gut herausgearbeitet. Wir zeigen hier nur einen kurzen Ausschnitt dazu. Das Dokument selbst kannst du bei den Quellenangaben unten auf dieser Seite herunterladen.</p>



<p>Unser wohl kleiner Stamm (oder vielleicht eher einfach ein großer Familienverband) wurde nur wenige Male überhaupt erwähnt. &#8222;Ethnisch&#8220;, soweit man davon überhaupt sprechen darf, gehören wir zu den &#8222;<strong>Landern</strong>&#8220; (lat. Landoudioer, später auch Lognai u.ä.). Diese siedelten im Bereich der oberen und mittleren Lahn und gehörten wohl seit dem VI. Jh. zu den Franken. </p>



<p>Die Lahn war lange Grenzgebiet zwischen Franken und Alamannen. Die Völker haben sich natürlich nicht nur bekriegt, sondern auch Waren miteinander getauscht. Außerdem darf man sich Mittelhessen im Frühmittelalter nicht so vorstellen, wie wir es heute kennen. Die Region war wahrscheinlich viel dichter bewaldet und es gab nur wenige nachgewiesene, dauerhaft besiedelte Plätze. Diese wiederum waren verstreut und wohl auch nicht sonderlich groß. Modische Veränderungen dauerten fernab der Machtzentren also wohl überwiegend eine Weile.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Unsere &#8222;authentische&#8220; Darstellung des Frühmittelalters</h2>



<p>Unser <strong>Darstellungszeitraum</strong> ist die Zeit von <strong>ca. 600 bis 640</strong>. Das Alter unserer Gruppenmitglieder liegt zwischen Mitte 20 und Mitte 50. Als Ergebnis haben wir den Zeitraum verwendeter Gegenstände unserer Gruppe von etwa 540 bis 640 festgelegt<strong>. </strong>Regional sollten die Gegenstände künftig vorrangig der fränkischen sowie ergänzend auch alamanischen Kultur entstammen.</p>



<p>Bei Gegenständen versuchen wir uns an einzelnen Grabfunden zu orientieren, da es in unserer Region kein Grab gibt, dass für sich betrachtet eine vollständige Ausstattung zeigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unsere Ausstattung</h2>



<p>Bei der Gewandung gestehen wir uns etwas mehr Spielraum zu. Einerseits gibt es nahezu keine vollständig erhaltenen Kleidungsstücke oder Bilddarstellungen aus &#8222;unserer&#8220; Zeit, andererseits halten wir es für möglich und auch wahrscheinlich, dass wir eben nicht immer nach neuestem Stand gekleidet und geschmückt waren. Die aktuellen Kleider unserer Frauen sind streng genommen mit einer Länge bis unters Knie zu kurz für das beginnende VII. Jhd. (korrekt wäre wohl ein knöchellanges Kleid). Auf diese Weise können sie aber die schönen Wadenriemengarnituren auch sichtbar tragen. Auch auf die bereits schleierartig getragenen Kopfbedeckungen verzichten sie, das aber aus ganz praktischen Gründen. Bei der Arbeit ist ein schlichtes Kopftuch einfach weniger störend. Sie verwenden auch noch vier Fibeln. Die Vier-Fibel-Tracht geriet im letzten Drittel des VI. Jhd. aus der Mode und wurde durch eine einzige, wohl recht große Scheibenfibel ersetzt. Gleichwohl sind in der Wetterau noch einige Vier-Fibel-Ausstattungen Anfang des VII. Jh. belegt.</p>



<p>Auf Märkten tragen wir übrigens vorwiegend unsere &#8222;guten&#8220; Gewänder. Anzunehmen ist aber, dass diese üblicherweise sicher in der Truhe verwahrt wurden und nur bei besonderen Anlässen Verwendung fanden. Im Alltag waren eine einfache Leinentunika bzw. ein Leinenkleid praktisch und konnten rund um die Uhr getragen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fertigung der Gewandung</h2>



<p>Unsere Gewandungen sind derzeit noch überwiegend mit der Maschine genäht. Für unsere Gruppe war es ein großer Schritt, Kleidung überhaupt selbst herzustellen. Mangels Wissen haben wir bei der Herstellung auch technische und optische Fehler gemacht. Im nächsten Schritt wollen wir uns aber daran wagen, die Besätze (eigentlich Belege) und sichtbaren Nähte händisch zu fertigen. Die verwendeten Stoffe sind auch ganz überwiegend noch nicht pflanzengefärbt, wir kaufen allerdings nur bei einer fachlich versierten <a href="https://www.facebook.com/groups/474932294399061/user/100048648683039/">Tuchhändlerin</a> ein. Die von uns verwendeten Farben könnten mittels pflanzlicher Färbung auch &#8222;natürlich&#8220; hergestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Lager</h2>



<p>Die &#8222;Einrichtung&#8220; unseres Lagers mit Zelten, Kochstelle, Tischen und Bänken hingegen ist schlichtweg erfunden. Reisende fanden seinerzeit wohl entweder ein Nachtquartier, schliefen andernfalls einfach unter einer Decke um ein Feuer oder, sofern vorhanden, unter den Karren gekauert. Es gibt jedenfalls nach unserem Wissen keinerlei Belege über ein merowingerzeitliches Zeltlager, wenn man von den Heerschauen absieht, bei der die königliche Familie und wenige ranghohe Gefolgsleute in Zelten untergebracht war. Trotzdem verzichten wir auf jederlei Verschraubungen oder moderne Befestigungen. Wir versuchen, alle Möbel derart herzustellen, wie es mit den damals vorhandenen Mitteln möglich gewesen wäre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Gehöft</h2>



<p>Wir gehen weiterhin nach aktuellem Forschungsstand davon aus, dass eine Sippe in der Region ein Gehöft oder kleinen Weiler bewohnte. Derartige &#8222;Siedlungen&#8220; bestanden aus einem bis drei größeren Haupthäusern und mehreren Nebengebäuden (Grubenhäuser, Vorratshäuser usw.). Dort lebten etwa 20 bis 150 Menschen. Wir gehören nicht zum Adel, sind aber &#8222;frei&#8220; im Sinne von &#8222;nicht leibeigen&#8220;. Der Begriff &#8222;frei&#8220; wird nämlich zumeist im Sinne von „unabhängig“ missverstanden. Sowohl die immer noch vorhandenen römischen Einflüsse als auch die germanischen Stammestraditionen banden die Menschen durch Eid an ihren „Herrn“ und sie unterstanden der Befehlsgewalt eines Herzogs oder anderen Adligen. Zu unserer Sippe gehörten auch Freigelassene und Sklaven.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umsetzung</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Unser erstgenutztes Buch hinsichtlich Schmuck und Ausstattung ist das Buch &#8222;Die merowingerzeitlichen Grabfunde in der Wetterau (Materialien zur Vor- und Frühgeschichte von Hessen)&#8220; von Andreas Thiedmann. Dieses ergänzen wir um weitere Funde in anderen Büchern/Publikationen aus dem fränkischen und alamannischen Raum. Dabei berücksichtigen wir die auf dieser Seite dargelegten Erkenntnisse.</p>



<p>Mit dieser Herangehensweise wollen wir eine zumindest annähernd glaubwürdige Lebensweise einer bäuerlichen Sippe dieser Zeit darstellen. Einer &#8222;authentischen&#8220; Darstellung des Frühmittelalters entsprechen wir so zwar nicht, können damit aber gut leben.</p>



<p>Unseren <a href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/11/Fraenkische-Darstellung-600-bis-640-Version-2.pdf">Leitfaden über Gewandung</a> kannst du direkt herunterladen oder im <a href="https://franci-logana.de/downloads/">Downloadbereich</a> auch online lesen.</p>



<p>Nachtrag: Wir haben in den ersten Jahren zahlreiche Gegenstände hergestellt oder erworben, die in unsere jetzige zeitliche Darstellung nicht passen. Gerade bei Schuhwerk und aufwändig hergestellten Lederarbeiten oder Keramik werden wir das Vorhandene zunächst weiter nutzen und im Laufe der Zeit bzw. bei notwendigem Ersatz zeitgemäß austauschen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-thumbnail"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Markus-150x150.jpg" alt="Kunolf, mit bürgerlichem Namen Markus, stöbert leidenschaftlich gern in Geschichtsbüchern und trägt seine Erkenntnisse auf unserer Website und in den Dokumentationen für die Gruppe zusammen" class="wp-image-27"/><figcaption class="wp-element-caption">Kunolf</figcaption></figure>
</div>


<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich finde, diese Seite verdeutlicht, dass eine authentische Darstellung des Mittelalters schwierig ist.</p>



<p>Bei allem Anspruch wollen wir den Spaß an der Vermittlung von Geschichte nicht verlieren und es deshalb mit der Authentizität nicht übertreiben.</p>
<cite>Kunolf</cite></blockquote>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Quellenangaben:</h2>



<p><a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwiAkvGG--rzAhUFM-wKHWZkDysQFnoECAMQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Ffreidok.uni-freiburg.de%2Ffedora%2Fobjects%2Ffreidok%3A4108%2Fdatastreams%2FFILE1%2Fcontent&amp;usg=AOvVaw0VDNS4uQB-ALT_GXxb9H-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Steuer Heiko &#8211; Bemerkungen zur Chronologie der Merowingerzeit</a>, (abgerufen am 22.10.2021) </p>



<p><a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjq8pOn4-_zAhWHh_0HHReJBsQQFnoECAQQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fopenscience.ub.uni-mainz.de%2Fbitstream%2F20.500.12030%2F3461%2F1%2F907.pdf&amp;usg=AOvVaw0FSSHGLh2vH_JdxQGr8C4R" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmitt Georg &#8211; Die Alamannen im Zollernalbkreis</a>, (abgerufen am 22.10.2021)</p>



<p></p>
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		<title>Germanische Runen (4)</title>
		<link>https://franci-logana.de/2021/runenschrift-am-computer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2021 01:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftarten]]></category>
		<category><![CDATA[Fonts]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (4) Runenschrift am Computer In diesem vierten und letzten Beitrag zu den germanischen Runen wollen wir euch zeigen, wie ihr die Runenschrift am Computer nutzen könnt. Ihr seid ihnen ja schon in den Überschriften dieser Reihe und einigen Beispielen begegnet. Grundsätzlich werden Runen per Unicode über die Tastatur eingegeben. Am PC drückt und&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/runenschrift-am-computer/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Germanische Runen (4)</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (4)</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Runenschrift am Computer</h3>



<p>In diesem vierten und letzten Beitrag zu den germanischen Runen wollen wir euch zeigen, wie ihr die Runenschrift am Computer nutzen könnt. Ihr seid ihnen ja schon in den Überschriften dieser Reihe und einigen Beispielen begegnet.</p>



<p>Grundsätzlich werden Runen per Unicode über die Tastatur eingegeben. Am PC drückt und hält man die ALT-Taste und gibt dann über den Ziffernblock einen 4-stelligen Code ein. Damit ihr nicht lange nach Unicodes im Netz suchen müsst, haben wir euch unsere Tabelle hier bereitgestellt:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="495" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-1024x495.webp" alt="Unser Alphabet übersetzt in germanische Runen mit Bedeutung und Unicodes für die Runenschrift am Computer" class="wp-image-956" title="Tabellarische Auflistung der germanischen Runen mit Bedeutung und Unicodes für die Runenschrift am Computer" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-1024x495.webp 1024w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-300x145.webp 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-768x371.webp 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode.webp 1275w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bedeutung von Runen sowie die dazugehörigen Unicodes</figcaption></figure>
</div>


<p>Mit den Unicodes kann man z.B. auch in Websites Runen eingeben. Dazu muss man zunächst in Word den Text in Runen schreiben und dann kopieren. Das ist alles zugegebenermaßen ziemlich mühsam, ich habe aber bislang keinen anderen Weg gefunden. Alternativ kann man direkt in html &#8222;programmieren&#8220;. Technisch bin ich nicht so versiert, dass ich die Schriftart in Teilbereichen einer Seite oder eines Beitrags ändern oder in HTML darstellen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Runen wie von Geisterhand</h2>



<p>Für Computer-Programme gibt es alternativ aber auch eine einfachere Methode, nämlich über die Installation von Schriftarten. &#8222;Pfeffer-Medieval&#8220;, die du <a data-type="URL" data-id="http://robert-pfeffer.net/schriftarten/index.html" href="http://robert-pfeffer.net/schriftarten/index.html">hier</a> downloaden kannst, finden wir richtig gut. Sie ist mehr als nur eine Schriftart, sondern eher schon eine Sammlung. Darin enthalten sind neben den Runen eine vereinfachte &#8222;Karolingische Minuskel&#8220; in zwei Varianten. Auch eine &#8222;Insulare Minuskel&#8220; sowie eine gotische Schrift (ja, eine aus der Zeit der Goten) sind drin. Leider kann man den so erstellten Text nicht ohne weiteres auf eine Internetseite kopieren, da dort eine eigene Schriftart verwendet wird. Wenn du weißt, wie das Einfügen einer Schriftart innerhalb eines Beitrags geht, lass es uns wissen.</p>



<p>Wie du die Runenschrift am Computer in Word einstellst, siehst du am folgenden Bild:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="551" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Pfeffer-Medieval-1024x551.png" alt="Anwendungsbeispiel der Schriftart Pfeffer-Medieval für die Runenschrift am Computer" class="wp-image-320" title="Einstellung der Schriftart &quot;Pfeffer Medieval&quot; für die Runenschrift am Computer" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Pfeffer-Medieval-1024x551.png 1024w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Pfeffer-Medieval-300x161.png 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Pfeffer-Medieval-768x413.png 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Pfeffer-Medieval.png 1078w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Pfeffer-Medieval &#8211; Einstellungen</figcaption></figure>
</div>


<p>Achte aber vorher darauf, dass du die oben erläuterten, nicht vorhandenen Buchstaben zuvor umschreibst und die in unseren Beiträgen erklärten Regeln anwendest. Das haben wir für das Beispielbild hier nicht gemacht. Aber du siehst, dass die Runenschrift am Computer gar nicht so schwer ist.</p>



<p>Damit sind wir am Ende unserer Runen-Reihe. Vielleicht hast du ja einen Nutzen davon oder einfach Spaß dabei gehabt. Wir jedenfalls werden sparsam mit Runen umgehen. Aber hier und da können wir uns einen &#8222;Einsatz&#8220; als Kennzeichnung unserer Ausrüstung gut vorstellen.</p>



<p>Falls dich auch die &#8222;Merowingische Minuskel&#8220; als Schrift interessiert, erfährst du <a href="https://franci-logana.de/2021/schrift-ab-dem-7-jahrhundert/">hier</a> mehr darüber.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/runenschrift-am-computer/">Germanische Runen (4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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		<item>
		<title>Germanische Runen (3)</title>
		<link>https://franci-logana.de/2021/aussprache-von-runen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 23:46:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftarten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
		<category><![CDATA[Historische Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Runen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (3) Korrekte Aussprache von Runen Genauso wie wir im deutschen eine bestimmte Aussprache für unsere Buchstaben haben, verhält es sich auch mit den Runen. Auf diese Besonderheiten wollen wir im dritten Teil zum Thema &#8222;Runen&#8220; eingehen. Das &#8222;z&#8220; als Rune wird nicht wie das Deutsche &#8222;z&#8220; ausgesprochen, sondern wie ein stimmhaftes, weiches &#8222;s&#8220;,&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/aussprache-von-runen/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Germanische Runen (3)</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (3)</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Korrekte Aussprache von Runen</h3>



<p>Genauso wie wir im deutschen eine bestimmte Aussprache für unsere Buchstaben haben, verhält es sich auch mit den Runen. Auf diese Besonderheiten wollen wir im dritten Teil zum Thema &#8222;Runen&#8220; eingehen.</p>



<p>Das &#8222;z&#8220; als Rune wird nicht wie das Deutsche &#8222;z&#8220; ausgesprochen, sondern wie ein stimmhaftes, weiches &#8222;s&#8220;, so wie es im deutschen heute in der Regel am Wortanfang verwendet wird (sagen, segeln, singen usw.). Aus der &#8222;Sage&#8220; wird die &#8222;zage&#8220; (ᛉᚨᚷᛖ). Demzufolge verwendest du ein stimmloses, hartes &#8222;s&#8220; wie in &#8222;essen&#8220;, &#8222;Bus&#8220;, &#8222;Stoß&#8220;, &#8222;Fluss&#8220; oder &#8222;Kasse&#8220; tatsächlich die &#8222;s&#8220;-Rune. Der &#8222;Stoß&#8220; wird also in runisch zum &#8222;Stos&#8220; (ᛋᛏᛟᛋ). Das bedeutet aber auch, dass wir für das deutsche &#8222;z&#8220; nicht die &#8222;z&#8220;-Rune (ᛉ) verwenden dürfen. Unseres wird wie &#8222;ts&#8220; ausgesprochen (wie in &#8222;Katze&#8220;) und auch so geschrieben (&#8222;katse&#8220; (ᚲᚨᛏᛋᛖ)).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rune Sowilo (S)</h2>



<p>Da wir jetzt bereits mehrfach auch das &#8222;s&#8220; in Runen benutzt haben. Die ältere, aus der Zeit zwischen 250 und 450 stammende Form &#8222;ᛊ&#8220; wurde noch bis ins VI. Jh. verwendet. Damit vermeidest du, eine von den Nationalsozialisten am meisten missbrauchte Rune zu verwenden. Denke bitte immer daran, dass die Verwendung von &#8222;ᛋ&#8220; alleinstehend oder erst recht gedoppelt in Deutschland rechtlich erstmal zumindest umstritten ist. Wenn sie, wie in diesen Beitträgen &#8222;&#8230;der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre&#8230;&#8220; dient, darf sie zwar benutzt werden (§ 86 (4) StGB), wundere dich aber nicht, wenn du in eine rechte Ecke gestellt wirst. Mehr zum Missbrauch von Runen findest du <a href="https://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/die-extreme-rechte/symbole-und-kennzeichen/schriftzeichen">hier</a>. Bei der Gelegenheit: Wir distanzieren uns von jeder Art von Extremismus, gleich ob unter rechtem oder linken Gedankengut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Doppelkonsonanten</h2>



<p>Doppelkonsonanten kennt die Runenschrift nicht. Aus &#8222;Sommer&#8220; wird &#8222;zomer&#8220;, das zweite &#8222;m&#8220; in der Mitte fällt weg (ᛉᛟᛗᛖᚱ). Auch Dehnungen wie durch das angehängte &#8222;h&#8220; (froh, roh usw.) oder durch Doppelvokale (See, Meer) werden nicht geschrieben. Aus Vieh wird demnach ein sehr kurzes &#8222;fi&#8220; (ᚠᛁ). Das &#8222;th&#8220; als Rune wird bei der Übersetzung aus dem Deutschen nicht benötigt. Seine Aussprache entspricht dem Englischen &#8222;th&#8220;, das es in unserer Sprache so nicht gibt. &#8222;Theo&#8220; wird in Runenschrift zu &#8222;Teo&#8220; (ᛏᛖᛟ).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammengesetzte Laute in der Ausprache von Runen</h2>



<p>Dann haben wir sprachlich noch zusammengesetzte Laute im Deutschen, von denen wir auf vier eingehen möchten: „eu“, „äu“ und „ei“ und „ng“. „eu“ und „äu“ werden als „oi“ gesprochen. So wird aus dem „Euter“ in der Runenschrift der „oiter“ (ᛟᛁᛏᛖᚱ) und dieser hängt an einem „widerkoier“ (ᚹᛁᛞᛖᚱᚲᛟᛁᛖᚱ). Beim „ei“, das wie ein „ai“ gesprochen wird, könnten wir bei Anwendung der gleichen Grundregel aus der Flasche reinen „Wain“ (ᚹᚨᛁᚾ) einschenken. Hier gibt es allerdings auch eine eigene Rune (die leider auf den Bildern nicht zu sehen, aber in meiner <a data-type="URL" data-id="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Unicode.webp" href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Unicode.webp">Runentabelle </a>enthalten ist). Mit ihr wird es dann leckerer &#8222;ᚹᛇᚾ&#8220;. Bleibt noch das „ng“, wie es zum Beispiel im Wort „Rang“ oder dem Namen „Ingo“ vorkommt. Hierfür gibt es die eigene Rune „Ingwaz“, die einem eckigen „o“ ähnelt und Ingo so aussehen lässt: &#8222;ᛁᛜᛟ&#8220;. Bei zusammengesetzten Wörtern wie „Rheingau“ hingegen bleibt es auch in der Runenschrift bei „ng“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sinnbewahrende Verwendung von Runen</h2>



<p>Jetzt solltest du das nötige Wissen haben, um ziemlich originalgetreu in Runen zu schreiben. Aber Achtung: Durch die Anwendung jeder Regel kann sich in unserer Sprache der Wortsinn völlig verändern. Aus &#8222;wieder&#8220; wird z.B. &#8222;wider&#8220;: &#8222;Es ist wieder natürlich&#8220; (im Sinne von Rückkehr zum Ursprung) sagt halt etwas anderes auch als &#8222;es ist widernatürlich&#8220; (gegen die Natur). In solchen Fällen bleibst du vielleicht besser bei einer Schreibweise, die zwar historisch nicht korrekt ist, aber deinem Leser zweifelsfrei das Gewünschte mitteilt. Wie gesagt, wir wollen immer nah an der historischen Vorlage bleiben, aber dabei Spaß und Praktikabilität nicht vergessen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="495" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-1024x495.webp" alt="Tabellarische Auflistung der germanischen Runen mit Bedeutung und Unicodes für die Eingabe an Computern" class="wp-image-956" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-1024x495.webp 1024w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-300x145.webp 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode-768x371.webp 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Runen-Bedeutung-und-Unicode.webp 1275w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Runen, ihre Bedeutung sowie die dazugehörigen Unicodes</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Test</h2>



<p>Den folgenden Satz solltest du jetzt jedenfalls mit Hilfe der Tabelle bzw. Grafiken entschlüsseln können:</p>



<p class="has-medium-font-size">ᚠᛁᛚ᛫ᛋᛈᚨᛋ᛫ᛒᛇᛗ᛫ᚢᛖᛒᛖᚾ᛫ᛞᛖᚱ᛫ᚱᚢᚾᛖᚾᛋᚺᚱᛁᚠᛏ᛫ᚹᚢᛖᚾᛋᚺᛖᚾ᛫ᛟᛁᚺ᛫ᚲᚢᚾᚨ᛫ᚱᚢᚾᚨ᛫ᚱᚨᚷᛁᚾ᛫ᚢᚾᛞ᛫ᚲᚢᛟᛚᚠ᛬</p>



<p>P.S.: Die Runen hier haben wir über den Unicode aus der gezeigten Tabelle eingegeben. Wie das genau funktioniert, erklären wir im <a href="https://franci-logana.de/2021/runenschrift-am-computer/">vierten</a> und letzten Beitrag zum Thema Runen. Auch für den Computer gibt es aber eine sehr gute Runenschrift, die wir ebenfalls vorstellen.</p>
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		<title>Germanische Runen (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 22:21:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (2) Einiges Wissenswertes zum Schreiben mit Runen Im ersten Teil haben wir dich vielleicht neugierig auf die germanischen Runen gemacht und beim Versuch, sie zu benutzen, sind Fragen aufgetaucht. In Beitrag &#8222;Schreiben mit Runen&#8220; wollen wir versuchen, sie zu beantworten. Wie man sieht, gab es nicht alle &#8222;unsere&#8220; Buchstaben im Runenalphabet. Das hat&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/schreiben-mit-runen/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Germanische Runen (2)</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (2)</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einiges Wissenswertes zum Schreiben mit Runen</strong></h3>



<p>Im ersten Teil haben wir dich vielleicht neugierig auf die germanischen Runen gemacht und beim Versuch, sie zu benutzen, sind Fragen aufgetaucht. In Beitrag &#8222;Schreiben mit Runen&#8220; wollen wir versuchen, sie zu beantworten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="380" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark-alphabetisch.webp" alt="Runen alphabetisch sortiert zum einfacheren Schreiben mit Runen" class="wp-image-404" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark-alphabetisch.webp 800w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark-alphabetisch-300x143.webp 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark-alphabetisch-768x365.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Runen in alphabetischer Reihenfolge</figcaption></figure>
</div>


<p>Wie man sieht, gab es nicht alle &#8222;unsere&#8220; Buchstaben im Runenalphabet. Das hat seinen Hintergrund darin, dass Runen die Laute genau so zeigen, die wir beim Sprechen verwenden. Schreibe Runen also immer so, wie du das Wort in Deutsch sprichst! Jetzt wird schon klarer, dass wir die nicht vorhandenen Buchstaben auch nicht brauchen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das &#8222;C&#8220; beim Schreiben mit Runen </h2>



<p>Viele verwenden für die Darstellung eines &#8222;c&#8220; die &#8222;ᚲ&#8220;-Rune (k). In den meisten Fällen ist das falsch, denn nur selten sprechen wir ein &#8222;c&#8220; als &#8222;k&#8220; aus. Das &#8222;c&#8220; kommt im Deutschen zumeist in den Kombinationen &#8222;ch&#8220; oder &#8222;sch&#8220; vor. Aus einem harten &#8222;ch&#8220; wie in &#8222;tauchen&#8220; wird einfach ein &#8222;h&#8220; (das germanische &#8222;ᚺ&#8220; wurde wahrscheinlich ähnlich wie dieses harte &#8222;ch&#8220; ausgesprochen, nur nicht ganz so extrem). Bei einem weichen &#8222;ch&#8220; wie in &#8222;weich&#8220; nimmst du ebenfalls einfach ein &#8222;ᚺ&#8220; (zur Unterscheidung bietet sich hier allenfalls das nordische &#8222;ᚻ&#8220; mit zwei Querstrichen (Zweigen) an) und bei &#8222;sch&#8220; verwendet man &#8222;sh&#8220;. Will ich die Automarke &#8222;Citroën&#8220; (Sitro-än gesprochen) in Runen schreiben, wird die Rune für &#8222;s&#8220; benutzt. In Runenschrift würde also aus &#8222;Citroën&#8220; &#8222;Sitroaen&#8220; bzw. &#8222;ᛋᛁᛏᚱᛟᚨᛖᚾ&#8220;. Steht das &#8222;c&#8220; alleine, handelt es sich meist um eingedeutschte Wörter oder beispielsweise auch (Städte-)Namen. Wird es wie in &#8222;Cerne&#8220; oder &#8222;Celle&#8220; als &#8222;ts&#8220; ausgesprochen, verwendet man die Runen für &#8222;ts&#8220; (ᛏᛋ). Die eingangs angesprochene  &#8222;ᚲ&#8220;-Rune (k) wird daher ausschließlich dann benutzt, wenn es im &#8222;ch&#8220; als &#8222;k&#8220; ausgesprochen wird, wie z.B. bei &#8222;Ochse&#8220;. Aus diesem wird also ein &#8222;Okse&#8220; (ᛟᚲᛋᛖ).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Q, V, W und X</h2>



<p>Das &#8222;q&#8220; kennen wir im Deutschen nur in Verbindung mit &#8222;u&#8220; (ausgesprochen &#8222;kw&#8220;) und so wird aus der &#8222;Quote&#8220; einfach die &#8222;Kwote&#8220; (ᚲᚹᛟᛏᛖ). Unser &#8222;v&#8220; wie &#8222;Vogel&#8220; ist zumeist phonetisch ein &#8222;f&#8220;, wir machen also einen &#8222;fogel&#8220; (ᚠᛟᚷᛖᛚ) daraus. Bei einem als &#8222;w&#8220; ausgesprochenen &#8222;v&#8220; nimmst du natürlich das &#8222;w&#8220;, die Vase wird also zur Wase (ᚹᚨᛋᛖ). Das &#8222;x&#8220; wird als &#8222;ks&#8220; ausgesprochen und auch so geschrieben. Die &#8222;Nixe&#8220; wird damit zur &#8222;Nikse&#8220; (ᚾᛁᚲᛋᛖ).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umlaute</h2>



<p>Dann gibt es noch die Umlaute &#8222;ä&#8220;, &#8222;ö&#8220;, und &#8222;ü&#8220;. Zur besseren Lesbarkeit kannst du sie zu &#8222;ae&#8220;, &#8222;oe&#8220; oder &#8222;ue&#8220; machen. Alternativ nimmst du einfach &#8222;a&#8220;, &#8222;e&#8220; oder &#8222;u&#8220;. Die Regel für unser &#8222;y&#8220; entspricht der für das &#8222;ü&#8220;. Und aus unserem &#8222;ß&#8220; wird sprachlich ein &#8222;s&#8220;, auf das wir im nächsten Beitrag nochmal gesondert eingehen werden.</p>



<p>Erstmal haben wir jetzt die fehlenden Buchstaben sowohl im Runenalphabet sowie umgekehrt in unserem Alphabet erläutert bzw. durch korrekte Runen ersetzt. Wenn dir die korrekte Aussprache der Runen in ihrem ursprünglichen Gebrauch nicht wichtig ist, kannst du also loslegen. Falls doch, empfehlen wir den <a data-type="post" data-id="398" href="https://franci-logana.de/2021/germanische-runen-3/">dritten</a> Beitrag zum Thema Runen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/schreiben-mit-runen/">Germanische Runen (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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		<title>Germanische Runen (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 09:20:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftarten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (1) Verwendung germanischer Runen in Mitteleuropa Germanische Runen als historische Schrift finden wir sehr spannend. Daher haben wir eine kleine Beitragsreihe hierzu verfasst. Allgemein wird vielfach davon ausgegangen, dass die mitteleuropäischen Germanen genau wie ihre nordischen Verwandten über einen langen Zeitraum Runen verwendeten. So schmücken auch viele Mittelalter-Darsteller zahlreiche Gegenstände mit dieser Form&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/germanische-runen-teil-1/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Germanische Runen (1)</span></a></p>
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<h2 class="wp-block-heading">ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (1)</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Verwendung germanischer Runen in Mitteleuropa</h3>



<p>Germanische Runen als historische Schrift finden wir sehr spannend. Daher haben wir eine kleine Beitragsreihe hierzu verfasst. Allgemein wird vielfach davon ausgegangen, dass die mitteleuropäischen Germanen genau wie ihre nordischen Verwandten über einen langen Zeitraum Runen verwendeten. So schmücken auch viele Mittelalter-Darsteller zahlreiche Gegenstände mit dieser Form der Schriftzeichen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="573" height="401" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark.webp" alt="Germanische Runen, nach der Reihenfolge auch Futhark genannt" class="wp-image-401" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark.webp 573w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Futhark-300x210.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 573px) 100vw, 573px" /><figcaption>Das Runenalphabet Futhark</figcaption></figure>
</div>


<p>Zur Verwendung von Runen im Sinn ihrer kompletten Bedeutung und als &#8222;magische&#8220; Zeichen kennen wir uns zu wenig aus, um eine Aussage zu treffen. Wir sind auch eher Skeptiker, wenn aus irgendetwas eine &#8222;Religion&#8220; gemacht wird. Tatsächlich war der Zeitraum der Nutzung als echte Schrift aber wohl relativ kurz. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Germanische Runen, Auszug aus Wikipedia:</h2>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die Runen in Mitteleuropa</p><p>In Mitteleuropa tauchen die ersten Runen ab dem 3. Jahrhundert auf (Lanzenspitze von Dahmsdorf östlich von Berlin, Kamm von Erfurt-Frienstedt). Ab der Mitte des 6. Jahrhunderts finden sie sich regional und zeitlich stark gehäuft, mit der Christianisierung im 7. Jahrhundert verschwinden sie wieder. Vor allem bei den Alamannen und am Mittelrhein (heutiges Südwestdeutschland) und Südbayern finden sich relativ viele Runenritzungen. Charakteristisch ist, dass Runen nur dort vorkommen, wo germanisch sprechende Menschen lebten (im Westen bis Charnay, Burgund). Auch sind die mitteleuropäischen Inschriften, soweit sie deut- und lesbar sind, immer in germanischer Sprache gehalten, genauer in Westgermanisch oder einer seiner Varianten, wie beispielsweise einer Frühform des Friesischen.</p><p>Bisher kennt man ca. 80 Inschriften, die fast ausschließlich von Gegenständen aus Gräbern stammen. Zumeist handelt es sich dabei um Schmuck der Frauen (Fibeln) oder, weit seltener, Gürtel- und Waffenteile bei den Männern. Daneben gibt es auch sehr selten organische Gegenstände aus Holz und Bein. Da fast sämtliche Runenfunde aus Gräbern stammen und sich dort Metallgegenstände weit besser erhalten als z.&nbsp;B. Holz, darf man daraus nicht schließen, dass Runen bevorzugt in Metallgegenstände geritzt wurden. Die deutliche Überzahl von Frauengräbern mit Runengegenständen dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich Ritzungen besonders gut bei Edel- und Buntmetallschmuckstücken erhalten haben als dies bei den viel stärker korrodierten eisernen Waffen- und Gürtelteilen der Männer der Fall ist.</p><p>Der Gebrauch der Runen war in Mitteleuropa aber nur von kurzer Dauer, denn spätestens nach der Mitte des 7. Jahrhunderts finden sich keine Runen mehr. Besonders zahlreich treten Runenritzungen zwischen 550 und 600 n. Chr. auf.</p><cite>(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Runen#Die_Runen_in_Mitteleuropa">Wik</a>ipedia, abgerufen am 19.10.2021)</cite></blockquote>



<p>So mancher Mittelalterfreund dürfte jetzt also ins Schwitzen kommen ;). Wie man mit Runen schreibt, erläutern wir im <a href="https://franci-logana.de/2021/germanische-runen-2/" data-type="post" data-id="388">zweiten</a> Teil zum Thema Runen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/germanische-runen-teil-1/">Germanische Runen (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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		<title>Die merowingische Minuskel</title>
		<link>https://franci-logana.de/2021/merowingische-minuskel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kunolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 14:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden und Kit-Guides]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftarten]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte des Frühmittelalters]]></category>
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		<category><![CDATA[Merowingische Minuskel]]></category>
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		<category><![CDATA[TTF-Fonts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entstehung von nationalen Schriftarten Nach dem Untergang des römischen Reiches entstanden zwischen VI. und VIII. Jahrhundert eine Vielzahl schwer leserlicher Verkehrs- und Buchschriften kleiner Nationalstaaten. Basis waren die Uncialis (Unziale) als Buchschrift und die Cursiva als Alltagsschrift. Im Fränkischen Reich entwickelte sich ab ca. 625 die merowingische Schrift, aus der die &#8222;Merowingische Minuskel&#8220; entstand. Die&#8230;&#160;<a href="https://franci-logana.de/2021/merowingische-minuskel/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Die merowingische Minuskel</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/merowingische-minuskel/">Die merowingische Minuskel</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Entstehung von nationalen Schriftarten</h2>



<p>Nach dem Untergang des römischen Reiches entstanden zwischen VI. und VIII. Jahrhundert eine Vielzahl schwer leserlicher Verkehrs- und Buchschriften kleiner Nationalstaaten. Basis waren die Uncialis (Unziale) als Buchschrift und die Cursiva als Alltagsschrift. Im Fränkischen Reich entwickelte sich ab ca. 625 die merowingische Schrift, aus der die &#8222;Merowingische Minuskel&#8220; entstand.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%"><div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="674" height="1024" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle-674x1024.jpg" alt="" class="wp-image-731" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle-674x1024.jpg 674w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle-198x300.jpg 198w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle-768x1166.jpg 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle-1012x1536.jpg 1012w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Zeittabelle.jpg 1204w" sizes="auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Hans-Werner Goetz: Proseminar Geschichte: Mittelalter, S. 259</figcaption></figure>
</div></div>
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<h2 class="wp-block-heading">Die merowingische Minuskel als TTF-Schriftart</h2>



<p>Norbert Bartz hat daraus eine TTF-Schriftart entwickelt. Mit dieser kannst du auch am Computer Texte in historischer Schrift schreiben. Nachstehend ein mit dieser Schriftart erstelltes Beispiel:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="278" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-1-1024x278.png" alt="Textbeispiel Merowingische Minuskel" class="wp-image-317" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-1-1024x278.png 1024w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-1-300x81.png 300w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-1-768x208.png 768w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-1.png 1047w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Textbeispiel einer Merowingischen Minuskel</figcaption></figure>
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<p>Für den Privatgebrauch ist sie kostenlos. Bei kommerzieller Verwendung oder der Nutzung für Veröffentlichungen in dieser Schriftart fällt eine geringe Lizenzgebühr an. Die Schriftart findest du als ttf-Font <a data-type="URL" data-id="https://www.obib.de/Schriften/AlteSchriften/Merowinger/Minuskel.html" href="https://www.obib.de/Schriften/AlteSchriften/Merowinger/Minuskel.html">hier</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die merowingische Minuskel am PC nutzen</h2>



<p>Beachte, dass dieser Schriftyp keine Großbuchstaben hat. Um einen Text korrekt in der Merowingischen Minuskel zu schreiben, kannst du (mühsam) die entsprechenden Buchstaben entsprechend der obigen Tabelle verwenden. Etwas einfacher geht es nach der folgenden Anleitung:</p>



<ul class="wp-block-list" type="1">
<li>Du schreibst deinen Text in einer Standardschrift: „<em>Diesen Mustertext wollen wir in der Merowingischen Minuskel darstellen und hoffen, dass das Ergebnis gut aussieht</em>.“</li>



<li>Zunächst wandelst du alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben um, indem du den Text markierst und mit Shift + F3 die Schreibweise änderst: „<em>diesen mustertext wollen wir in der merowingischen minuskel darstellen und hoffen, dass das ergebnis gut aussieht</em>.“</li>



<li>Als nächstes setzt du die Ligaturen: Suche mit strg + h nach den entsprechenden Buchstabenkombinationen. Ersetze diese durch die Großbuchstaben aus der Tabelle. Ligaturen verwendest du nur innerhalb von Silben, nicht aber zwischen zwei Silben. „Mustertext“ ist daher ein wenig kompliziert. Wir haben „st“, das in „te“ übergeht und „rt“ das in „te“ übergeht. Trenne als zunächst gedanklich die Silben in „Mus-ter-text“ (neue Rechtschreibung). Damit scheidet „st“ ebenso als Ligatur aus wie „rt“. Ändere also die vorhandenen „te“ in „H“ und fahre mit deinem gesamten Text fort: „<em>diesen musHrHxt wollen wir in der meQwinIschen minuskel darDellen und hoffen, dass das ergebnis gut aussieht</em>.“</li>



<li>Als letztes markierst du deinen Text wieder. Andere die Schriftart in „Merowingische Minuskel“ (im Bild haben wir die Ligaturen gelb markiert):</li>
</ul>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="175" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-1.webp" alt="Die Merowingische Minuskel im Beispiel mit Ligaturen" class="wp-image-911" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-1.webp 600w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-1-300x88.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schriftmuster mit Ligaturen</figcaption></figure>
</div>


<ul class="wp-block-list">
<li>Ohne Ligaturen sähe der Text übrigens so aus: </li>
</ul>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="175" src="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-2.webp" alt="Die Merowingische Minuskel im Beispiel ohne Ligaturen" class="wp-image-912" srcset="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-2.webp 600w, https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Die-Merowingische-Minuskel-als-TTF-2-300x88.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schriftmuster ohne Ligaturen</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei längeren Texten lasse ich die Ligaturen übrigens lieber weg, weil sie die Lesbarkeit meiner Meinung nach weiter verschlechtern. Die von uns erstellte Tabelle mit allen Buchstaben und Ligaturen sowie der verwendeten Anleitung findest du <a data-type="URL" data-id="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-als-ttf-Font-auf-der-PC-Tastatur.pdf" href="https://franci-logana.de/wp-content/uploads/2021/10/Merowingische-Minuskel-als-ttf-Font-auf-der-PC-Tastatur.pdf">hier</a> zum Download.</p>



<p>Die Merowingische Minuskel wurde vorwiegend in den Klöstern des gallo-römischen Westens des Landes verwendet und ab dem späten VIII. Jh. durch die &#8222;Karolingische Minuskel&#8220; abgelöst.</p>



<p>Quellen: Universität Bamberg, <a href="https://www.nbgraphik.de/graphik/fonts.htm" data-type="URL" data-id="https://www.nbgraphik.de/graphik/fonts.htm">Norbert Bartz</a> (abgerufen am 18.10.2022)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://franci-logana.de/2021/merowingische-minuskel/">Die merowingische Minuskel</a> erschien zuerst auf <a href="https://franci-logana.de">Franci Logana - Franken an der Lahn</a>.</p>
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