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Germanische Runen (1)

ᚷᛖᚱᛗᚨᚾᛁᛋᚺᛖ ᚱᚢᚾᛖᚾ (1)

Verwendung germanischer Runen in Mitteleuropa

Germanische Runen als historische Schrift finden wir sehr spannend. Daher haben wir eine kleine Beitragsreihe hierzu verfasst. Allgemein wird vielfach davon ausgegangen, dass die mitteleuropäischen Germanen genau wie ihre nordischen Verwandten über einen langen Zeitraum Runen verwendeten. So schmücken auch viele Mittelalter-Darsteller zahlreiche Gegenstände mit dieser Form der Schriftzeichen.

Germanische Runen, nach der Reihenfolge auch Futhark genannt
Das Runenalphabet Futhark

Zur Verwendung von Runen im Sinn ihrer kompletten Bedeutung und als „magische“ Zeichen kennen wir uns zu wenig aus, um eine Aussage zu treffen. Wir sind auch eher Skeptiker, wenn aus irgendetwas eine „Religion“ gemacht wird. Tatsächlich war der Zeitraum der Nutzung als echte Schrift aber wohl relativ kurz.

Germanische Runen, Auszug aus Wikipedia:

Die Runen in Mitteleuropa

In Mitteleuropa tauchen die ersten Runen ab dem 3. Jahrhundert auf (Lanzenspitze von Dahmsdorf östlich von Berlin, Kamm von Erfurt-Frienstedt). Ab der Mitte des 6. Jahrhunderts finden sie sich regional und zeitlich stark gehäuft, mit der Christianisierung im 7. Jahrhundert verschwinden sie wieder. Vor allem bei den Alamannen und am Mittelrhein (heutiges Südwestdeutschland) und Südbayern finden sich relativ viele Runenritzungen. Charakteristisch ist, dass Runen nur dort vorkommen, wo germanisch sprechende Menschen lebten (im Westen bis Charnay, Burgund). Auch sind die mitteleuropäischen Inschriften, soweit sie deut- und lesbar sind, immer in germanischer Sprache gehalten, genauer in Westgermanisch oder einer seiner Varianten, wie beispielsweise einer Frühform des Friesischen.

Bisher kennt man ca. 80 Inschriften, die fast ausschließlich von Gegenständen aus Gräbern stammen. Zumeist handelt es sich dabei um Schmuck der Frauen (Fibeln) oder, weit seltener, Gürtel- und Waffenteile bei den Männern. Daneben gibt es auch sehr selten organische Gegenstände aus Holz und Bein. Da fast sämtliche Runenfunde aus Gräbern stammen und sich dort Metallgegenstände weit besser erhalten als z. B. Holz, darf man daraus nicht schließen, dass Runen bevorzugt in Metallgegenstände geritzt wurden. Die deutliche Überzahl von Frauengräbern mit Runengegenständen dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich Ritzungen besonders gut bei Edel- und Buntmetallschmuckstücken erhalten haben als dies bei den viel stärker korrodierten eisernen Waffen- und Gürtelteilen der Männer der Fall ist.

Der Gebrauch der Runen war in Mitteleuropa aber nur von kurzer Dauer, denn spätestens nach der Mitte des 7. Jahrhunderts finden sich keine Runen mehr. Besonders zahlreich treten Runenritzungen zwischen 550 und 600 n. Chr. auf.

(Quelle: Wikipedia, abgerufen am 19.10.2021)

So mancher Mittelalterfreund dürfte jetzt also ins Schwitzen kommen ;). Wie man mit Runen schreibt, erläutern wir im zweiten Teil zum Thema Runen.

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